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Wie geht es mit der ek robotics als Tochter des KI-Robotik-Pioniers Neura Robotics weiter? Wie profitieren die beiden Robotikspezialisten voneinander? Geschäftsführer Andreas Lindemann gibt Antworten.
Mit Neura Robotics GmbH hat ek robotics einen neuen Eigentümer gefunden und damit nach der Insolvenz die Zukunft langfristig gesichert. Wie geht es nun für ek robotics unter dem Dach von Neura weiter?
Lindemann: Mit der Übernahme der ehemaligen ek robotics GmbH durch die Neura Robotics GmbH im Jahr 2025 führen wir das Unternehmen als Neura Mobile Robots GmbH weiter. Gleichzeitig bleibt die Marke ek robotics bestehen – und damit alles, wofür wir seit Jahrzehnten stehen: Verlässlichkeit, Qualität und ein tiefes Verständnis für intralogistische Prozesse. Der Neustart unter dem Dach von Neura bedeutet für uns vor allem Stabilität und eine klare Perspektive. Wir bauen konsequent auf dem auf, was wir gemeinsam erreicht haben, und entwickeln es gezielt weiter. Dabei verbinden wir unsere gewachsene FTS-Expertise mit neuen technologischen Impulsen aus der Neura Gruppe – Schritt für Schritt und immer mit Blick auf den konkreten Nutzen für unsere Kunden.
Wie profitiert ek robotics von dem neuen Eigentümer Neura?
Lindemann: Neura Robotics bringt eine ausgeprägte technologische Kompetenz in den Bereichen kognitive Robotik und KI mit. Davon profitieren wir insbesondere an den Schnittstellen zwischen mobiler Robotik, Sensorik und intelligenter Software. Wir sehen vor allem bei der Inbetriebnahme, bei der Sensorik und bei KI-basierten Funktionen großes Potenzial. Kognitive Ansätze helfen uns, Anlagen einfacher in Betrieb zu nehmen, autonomer zu betreiben und besser auf Veränderungen im Umfeld zu reagieren. Wichtig ist uns dabei: Wir bleiben wir selbst. Gleichzeitig gewinnen wir neue Möglichkeiten, Technologien gemeinsam weiterzudenken und sinnvoll zu integrieren.
Und wie profitieren die Kunden von ek robotics?
Lindemann: Unsere Kunden können sich weiterhin auf das verlassen, was sie von uns kennen: 63 Jahre Erfahrung, schlüsselfertige FTS-Gesamtlösungen und eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit über viele Jahre hinweg. Mit über 1.500 realisierten Anlagen und mehr als 12.000 ausgelieferten Fahrzeugen bringen wir ein sehr breites Praxiswissen mit. Neu ist, dass wir dieses Know-how künftig noch gezielter mit modernen Technologien wie KI und vernetzten Plattformen kombinieren können. Für unsere Kunden heißt das: stabile, wirtschaftliche Lösungen heute – und eine klare Perspektive für morgen.
Wird es gemeinsame Vertriebs- und Entwicklungsstrukturen mit Neura geben?
Lindemann: Wir agieren als Neura Mobile Robots weiterhin eigenständig und in enger Abstimmung mit unserer Muttergesellschaft Neura Robotics. Unsere Stärke liegt in der Transportrobotik – und genau diese Kompetenz behalten und stärken die Neura Robotics in diesem Segment.
Inwiefern? Wie profitiert Neura Robotics von ek robotics und seiner Kundenbasis?
Lindemann: Neura Robotics gewinnt mit ek robotics einen erfahrenen Spezialisten für Transportrobotik, der weltweit komplexe Projekte erfolgreich umsetzt. Hinzu kommen unsere ausgeprägte Softwarekompetenz, unsere Systemintegrationsfähigkeit und eine über Jahrzehnte gewachsene Kundenbasis in Industrie und Intralogistik. Damit ergänzen wir das Portfolio der Neura Gruppe sehr gezielt – nicht theoretisch, sondern mit erprobten Lösungen aus dem laufenden Betrieb.
Werden Ihre Fahrzeuge auch in Neuras KI-Plattform Neuraverse integriert?
Lindemann: Unser Produktportfolio mit den Baureihen X Move, Vario Move, Custom Move, VNA Move und Out Move und sowie unsere Analyse-, Service- und Softwareleistungen bleibt vollständig erhalten. Auch unser Leitsystem als zentrales Steuerungselement bleibt in seinem vollen Umfang bestehen und kann weiterhin ideal auf die individuellen Bedürfnisse der Anwender angepasst werden. Die Integration ins Neuraverse eröffnet uns aber zusätzliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel eine schnelle und hochflexible Inbetriebnahme beim Kunden.
Werden sich die Fahrzeuge von ek robotics dann noch stärker und schneller von klassischen AGV hin zu intelligenten „AMR“ entwickeln? Ist auch ein „kognitiver AMR“ geplant?
Lindemann: Unsere Stärke liegt bei fahrerlosen Transportsystemen, die nach wie vor die am stärksten nachgefragte Lösung in der Intralogistik darstellen und enormes Entwicklungspotenzial bieten. Durch die Integration neuer Software- und KI-Funktionen verbinden wir das Beste aus beiden Welten: stabile, erprobte Systeme und innovative, kognitive Möglichkeiten. So entstehen intelligente, vernetzte Lösungen, die unseren Kunden maximale Effizienz und Zukunftssicherheit bieten.
Soll es auch gemeinsame Technologieentwicklungen geben? In welche Richtung?
Lindemann: Ja, wir nutzen die technologischen Synergien ganz bewusst. Ein erstes konkretes Konzept stellen wir auf der diesjährigen LogiMAT in Stuttgart vor: eine Lösung, die Transport und Handling in einem System vereint. Dieser Ansatz ist insbesondere für Produktions- und Logistikumgebungen von großer Relevanz. Darüber hinaus arbeiten wir gemeinsam an Softwarethemen.
Wird es likewise auf der Logimat ein autonomes Fahrzeug von ek robotics mit einem Neura-Cobot on Board geben?
Lindemann: Lassen Sie sich überraschen und besuchen Sie uns auf der Logimat. Dort erleben Sie, wie sich ek robotics als Marke der Neura Gruppe weiterentwickelt.
Neura Mobile Robots GmbH
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The Evolution of Mobile Robotics: ek robotics and Neura’s Synergistic Future
The acquisition of ek robotics by Neura Robotics in October 2025 marks a pivotal moment in the evolution of intralogistics and mobile robotics. As Andreas Lindemann, Managing Director of Neura Mobile Robots GmbH, explains, the union isn’t simply a takeover, but a strategic alignment designed to leverage complementary strengths and address the growing demands of a rapidly changing industrial landscape.
Cognitive Robotics: The Next Frontier
Neura Robotics’ expertise in cognitive robotics and artificial intelligence is set to infuse latest capabilities into ek robotics’ established portfolio of Automated Guided Vehicles (AGVs). This integration promises to move beyond traditional AGV functionality, enabling more autonomous operation, simplified commissioning, and improved responsiveness to dynamic environments. The focus is on combining proven intralogistics solutions with cutting-edge cognitive technologies.
Maintaining a Strong Foundation While Embracing Innovation
Despite the technological advancements on the horizon, ek robotics remains committed to its core values of reliability, quality, and a deep understanding of intralogistic processes. The brand will continue to operate under the ek robotics name, building upon its 63 years of experience and a track record of over 1,500 realized installations and 12,000 delivered vehicles. This commitment to stability is reassuring for existing customers.
The Neuraverse and the Future of Connected Robotics
A key aspect of the partnership is the potential integration of ek robotics’ vehicles into Neura’s AI platform, the Neuraverse. This interconnected ecosystem allows robots to learn, connect, and continuously improve, promising faster and more flexible commissioning, and enhanced operational efficiency. The Neuraverse aims to create a collaborative environment where robotic systems can share data and optimize performance.
From AGVs to AMRs: A Gradual Transition
While the industry is witnessing a shift towards Autonomous Mobile Robots (AMRs), ek robotics emphasizes a pragmatic approach. The company intends to enhance its existing fahrerlosen Transportsysteme (FTS) – driverless transport systems – with new software and AI functionalities, creating intelligent and connected solutions that offer both stability and innovation. This strategy acknowledges the continued demand for reliable AGV technology while paving the way for more advanced AMR capabilities.
Joint Development and the LogiMAT 2026 Preview
The collaboration extends to joint technology development, with a focus on solutions that combine transport and handling in a single system. A first glimpse of this innovation will be unveiled at LogiMAT 2026 in Stuttgart, promising a demonstration of how ek robotics, as a Neura brand, is evolving.
Did you know? The acquisition of ek robotics occurred following self-administered insolvency proceedings, highlighting the importance of strategic partnerships in navigating challenging economic conditions.
Frequently Asked Questions (FAQ)
- What will happen to existing ek robotics customers? Existing customers can expect continued support and access to the same reliable solutions they’ve come to depend on, now enhanced with new technologies.
- Will the ek robotics product line change? The core product portfolio, including the X Move, Vario Move, Custom Move, VNA Move, and Out Move series, will be maintained.
- What is the Neuraverse? The Neuraverse is Neura Robotics’ AI platform designed to connect robots, enabling them to learn and improve continuously.
- Is ek robotics still a German company? Yes, Neura Mobile Robots GmbH, formerly ek robotics, continues to operate from Germany.
Explore more about the future of automation and robotics on ek robotics’ website.
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