Es ist Fastenzeit und viele Menschen entscheiden sich dafür, auf Fleisch zu verzichten. Das klappt vor allem mit leckeren Rezepten, die abwechslungsreich und alles andere als langweilig sind. Die zwei waschechten Berliner Alexander Flohr und Kai Lüftner zeigen in ihrem Kochbuch “Boys don´t cook”, wie lecker vegan sein kann!
Burger mit Kohlrabisteak, BBQ-Sauce und Pommes
Zutaten:
FÜR DIE KOHLRABISTEAKS UND POMMES
- 2 große Kohlrabi
- Salz
- 400 g TK-Pommes-frites
- 2 EL natives Olivenöl extra
- 4 EL Weizenmehl Type 405
FÜR DIE BBQ-SAUCE
- 250 g Tomatenketchup
- 50 ml Apfelessig
- 20 g Zucker
- 1 gehäufter EL mittelscharfer Senf
- 1 EL Zwiebelpulver
- 1 EL Knoblauchpulver
- 1 EL vegane Worcestershire-Sauce
- 1 TL Cayennepfeffer
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- Salz
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
FÜR DIE BURGER
- 4 Salatblätter
- 1 große Zwiebel
- 3 Gewürzgurken
- 4 Brioche-Burgerbrötchen
Zubereitung:
- Für die Kohlrabisteaks beide Kohlrabi schälen und aus der Mitte horizontal jeweils zwei etwa 1,5 cm dicke Scheiben (Steaks) herausschneiden.
- Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen und die vier Scheiben darin 10–12 Minuten bissfest garen. Herausnehmen und gut abtropfen lassen.
- Inzwischen den Backofen nach Packungsangaben vorheizen und die Pommes knusprig backen (meistens 20–30 Minuten).
- Parallel dazu für die BBQ-Sauce alle Zutaten mit 50 ml Wasser und etwas Salz und Pfeffer in einen kleinen Topf geben, langsam zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.
- Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen.
- Das Mehl auf einen flachen Teller streuen, die Kohlrabisteaks darin wälzen und im Öl bei mittlerer Hitze von jeder Seite etwa 3 Minuten goldbraun anbraten.
- Währenddessen für die Burger die Salatblätter waschen und trocken schütteln. Die Zwiebel schälen und klein würfeln. Die Gewürzgurken ebenfalls klein würfeln. Die Burgerbrötchen aufschneiden, die Schnittflächen nach Belieben kurz in einer heißen Pfanne oder über dem Toaster anrösten und die unteren Hälften mit je einem Salatblatt belegen.
- Die fertig gebratenen Steaks großzügig mit der BBQ-Sauce bestreichen, auf das Salatblatt geben und dann mit Zwiebel- und Gurkenwürfeln bestreuen.
- Nach Belieben mit kurzen Spießen fixieren und die Burger mit den heißen Pommes und der übrigen BBQ-Sauce servieren.
- TIPP: Die gekochten Kohlrabisteaks lassen sich auch super auf dem Grill oder in der Grillpfanne zubereiten. Übrige Sauce hält sich gut verschlossen etwa 7 Tage im Kühlschrank. Die Kohlrabireste anderweitig verwenden oder fein reiben und als Salat zu Burger und Pommes servieren.
So lecker können vegane Burger sein: Mit Kohlrabisteak-Patty.
Moussaka mit Linsenhack
Zutaten:
FÜR DAS LINSENHACK
- 250 g Belugalinsen
- 2 kleine Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 1½ EL natives Olivenöl extra
- 3 Lorbeerblätter
- 1 gehäufter TL Tomatenmark
- 600 g stückige Tomaten aus der Dose
- 1 TL getrockneter Thymian
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 Prise gemahlener Zimt
- Salz
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
FÜR DAS GEMÜSE
- 1 kg festkochende Kartoffeln
- 3 große Auberginen (ca. 1 kg)
- 2–3 EL natives Olivenöl extra plus etwas mehr zum Einfetten
- Salz
FÜR DIE CASHEWSAHNE
- 2–3 EL Cashewmus
- 150 g veganer Frischkäse
- 2 EL Hefeflocken
- 1 Spritzer Zitronensaft
- 3 Prisen geriebene Muskatnuss
- ½ TL Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer aus der Mühle glutenfrei
Zubereitung
- Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.
- Für das Linsenhack die Belugalinsen nach Packungsangaben gar kochen, dabei nicht salzen.
- Währenddessen für das Gemüse die Kartoffeln schälen und in 3–4 mm dünne Scheiben schneiden.
- Die Auberginen waschen, putzen und längs in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auberginen- und Kartoffelscheiben jeweils auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, dünn mit Olivenöl bestreichen und leicht salzen.
- Beide Bleche in den vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene) schieben und etwa 20 Minuten weich backen.
- In der Zwischenzeit die Zwiebeln für das Hack schälen und klein würfeln. Den Knoblauch schälen und fein hacken.
- Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin etwa 1 Minute anbraten. Knoblauch und Lorbeerblätter hinzufügen und 3–4 Minuten weiterschmoren, bis die Zwiebeln glasig sind.
- Die fertig gekochten Linsen abgießen, in die Pfanne geben und 2 Minuten scharf mit anbraten.
- Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Mit den stückigen Tomaten ablöschen, alle Gewürze mit etwas Salz und Pfeffer unterheben und weitere 4 Minuten köcheln lassen.
- Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Lorbeerblätter entfernen und die Pfanne beiseitestellen.
- Für die Cashewsahne 400 ml Wasser zum Kochen bringen, Cashewmus und Frischkäse einrühren, bis eine glatte Sauce entsteht. Hefeflocken, Zitronensaft, Muskatnuss, Salz und Pfeffer unterrühren und unter ständigem Rühren einmal kräftig aufkochen beiseitestellen.
- Die Backbleche aus dem Ofen nehmen und diesen auf 200 °C Ober-/Unterhitze stellen.
- Eine große Auflaufform mit etwas Olivenöl einfetten, den Boden mit der Hälfte der Kartoffelscheiben auslegen und darauf die Hälfte der Auberginenscheiben schichten.
- Die Hälfte der Linsenhackmasse darübergeben und glatt streichen. Den Vorgang wiederholen, die Cashewsahne über die obere Linsenschicht gießen, in den Ofen geben und etwa 30 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht goldbraun ist.
- Aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten ruhen lassen.
- TIPP: Mit frischen Basilikumblättern oder Petersilie garnieren und mit einem knackigen Salat servieren. Käsefans können die Moussaka nach 15 Minuten Backzeit noch mit etwas veganem Reibekäse bestreuen.
Moussaka mal anders: vegan und mit Linsen.
BRISANT
Kochbuch “Boys don´t cook”
