A Selecta-Automat am Bahnhof Wabern bei Bern verkauft Zigaretten, Vapes und Snus ohne Alterskontrolle, wie ein Selbstversuch von 20 Minuten zeigte. Eine Packung Winston Blue war per Knopfdruck für 9,30 Franken erhältlich, berichtete 20 Minuten. Selecta-Geschäftsführer Beat Welti bestätigte, dass der Automat nun technisch überprüft wird.
Der Vorfall löste Kritik unter jungen Erwachsenen aus. Denis (20) kritisierte, dass Minderjährige keinen Tabak konsumieren sollten, während Mara (22) und Alessa (22) die Zugänglichkeit der Produkte als problematisch empfanden. Nando (19) stellte fest, dass er nach Ladenschluss noch Zigaretten kaufen konnte, was er als bedenklich bewertete.
Lea Leuenberger von der Fachstelle für Suchtprävention des Jugendschutzes Bern betonte, dass der Verkauf an Minderjährige strafbar sei. Sie verwies auf die erhöhte Suchtgefahr durch Nikotin bei jungen Menschen, deren Körper erst gegen Mitte zwanzig vollständig ausgereift sei. Pascal Staudenmann, Schulleiter der Oberstufenschule Morillon, betonte die Notwendigkeit von Alterskontrollen zum Schutz von Schulkindern.
Die BLS, die Gemeinde Köniz und die nahegelegene Schule hatten bislang keine Kenntnis vom Angebot. Die Gemeinde kündigte an, die Angelegenheit zu prüfen. BLS-Mediensprecher Stefan Locher erklärte, dass das Unternehmen den Fall an Selecta weitergeleitet habe und den Automaten überprüfen lasse.
Was ist geschehen?
Ein Selecta-Automat am Bahnhof Wabern bei Bern verkauft seit Kurzem Zigaretten, Vapes und Snus ohne Alterskontrolle. Ein Selbstversuch zeigte, dass eine Packung Zigaretten für 9,30 Franken ohne Altersprüfung erhältlich war. Der Automat gehört zu den ausgewählten Standorten, an denen Selecta ein erweitertes Sortiment anbietet, wie Geschäftsführer Beat Welti bestätigte.
Warum ist das wichtig?
Die fehlende Alterskontrolle birgt Risiken für Minderjährige, da Nikotin die noch nicht vollständig entwickelten Gehirne junger Menschen besonders schädigen kann. Experten wie Lea Leuenberger und Pascal Staudenmann betonen die Notwendigkeit von Präventionsmassnahmen, um Schulkinder zu schützen. Die fehlende Kenntnis der lokalen Behörden und Schulen unterstreicht auch Lücken im Jugendschutz.
Was könnte passieren?
Der Automat wird technisch überprüft, wie Welti erklärte. Sollte sich herausstellen, dass die Alterskontrolle nicht funktionierte, könnten Anpassungen erforderlich sein. Die Gemeinde Köniz wird die Angelegenheit prüfen, während die BLS den Fall an Selecta weiterleitete. Die rechtliche Verantwortung für den Verkauf an Minderjährige bleibt unklar.

Frequently Asked Questions
Was kostet eine Packung Zigaretten im Automaten? Eine Packung Winston Blue ist für 9,30 Franken erhältlich.
Wer ist für die Alterskontrolle verantwortlich? Selecta-Geschäftsführer Beat Welti bestätigte, dass der Automat technisch überprüft wird, aber nicht detailliert, wie die Alterskontrolle umgesetzt wird.
Was sagt die Fachstelle für Suchtprävention? Lea Leuenberger betonte, dass der Verkauf an Minderjährige strafbar sei und die Suchtgefahr bei jungen Menschen besonders hoch sei.
Wie können Automatenverkäufe an Minderjährige effektiv verhindert werden, ohne die Zugänglichkeit für Erwachsene einzuschränken?
